Kaliumcarbonat - Pulver, mind. 99,5%, LMQ, E501(i), Pottasche, K2CO3, CAS: 584-08-7
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Produktinformationen "Kaliumcarbonat - Pulver, mind. 99,5%, LMQ, E501(i), Pottasche, K2CO3, CAS: 584-08-7"
Kaliumcarbonat (K₂CO₃, CAS-Nr. 584-08-7, EG-Nr. 209-529-3), auch als Pottasche bezeichnet, ist das Kaliumsalz der Kohlensäure. Die Verbindung liegt bei Raumtemperatur als weißes, hygroskopisches Granulat vor und zeichnet sich durch eine hohe Wasserlöslichkeit sowie eine stark alkalische Reaktion in wässriger Lösung aus (pH ≈ 11,5 bei 1 %iger Lösung). Mit einer molaren Masse von 138,21 g/mol und einem Schmelzpunkt von 891 °C gehört Kaliumcarbonat zu den thermisch stabilen anorganischen Alkalisalzen.
Das Produkt entspricht gemäß Verordnung (EU) Nr. 231/2012 der Spezifikation für den Lebensmittelzusatzstoff E 501 (i) und ist damit für den Einsatz in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln innerhalb der zulässigen Rahmenbedingungen geeignet.
Kaliumcarbonat fungiert in wässrigen Systemen als Base mittlerer Stärke. Das Carbonat-Anion reagiert mit Protonendonatoren unter Bildung von Kohlenstoffdioxid und Wasser, was die Grundlage für seine Verwendung als Säureregulator, Backtriebmittel und Puffersubstanz bildet. Aufgrund der hohen Hygroskopizität nimmt das Granulat Luftfeuchtigkeit auf; eine trockene, luftdichte Lagerung ist daher für den Erhalt der Rieselfähigkeit erforderlich.
Die niedrigen Gehalte an Natriumcarbonat, Chlorid, Sulfat und Schwermetallen gewährleisten ein hohes Reinheitsniveau, das insbesondere bei natriumreduzierten Rezepturen sowie bei analytisch anspruchsvollen Anwendungen von Bedeutung ist.
Typische Anwendungsbereiche
Lebensmittelindustrie
- Backwaren: Komponente in Backtriebmitteln (z. B. in Kombination mit Hirschhornsalz oder Weinsäure) für Lebkuchen, Honigkuchen und ähnliche Dauerbackwaren; trägt zur Teiglockerung und zur charakteristischen Krumenstruktur bei.
- Kakaoverarbeitung: Alkalisierung von Kakaomasse und Kakaopulver (sogenanntes „Dutching“) zur Modifikation von Farbe, Löslichkeit und Geschmacksprofil.
- Säureregulierung: Einstellung und Stabilisierung des pH-Wertes in Getränken, Süßwaren und Fertigprodukten.
- Natriumreduktion: Substitution natriumhaltiger Alkalien zur Reduzierung des Natriumgehalts in Lebensmitteln.
- Trockenobst und Weintrauben: Vorbehandlung zur Beschleunigung des Trocknungsprozesses (z. B. bei Sultaninen).
- Asiatische Nudelprodukte: Bestandteil alkalischer Salzlösungen (Kansui) zur Beeinflussung von Textur, Farbe und Elastizität.
Pharmazie und Nahrungsergänzung
- Kaliumquelle in Mineralstoffpräparaten und Elektrolytformulierungen
- Hilfsstoff zur pH-Einstellung in Arzneimittelzubereitungen
Weitere Anwendungen
- Rohstoff für die Herstellung anderer Kaliumverbindungen (z. B. Kaliumhydrogencarbonat)
- Alkalisierungsmittel in technischen und kosmetischen Formulierungen
- Puffer- und Trocknungsmittel im Laborbereich
Spezifikation
| Parameter | Einheit | Spezifikation | Methode |
|---|---|---|---|
| Aussehen | – | weißes Granulat | visuell |
| Gesamtalkalität (als K₂CO₃) | % | ≥ 99,5 | |
| Natriumcarbonat | % | ≤ 0,6 | |
| Sulfat | ppm | ≤ 10 | |
| Chlorid | ppm | ≤ 20 | |
| Eisen | ppm | ≤ 2 | |
| Schwermetalle (als Pb) | ppm | ≤ 1 | |
| Chlorat | ppm | ≤ 5 |
Das Produkt entspricht gemäß VO (EU) Nr. 231/2012 der Spezifikation für den Lebensmittelzusatzstoff E 501 (i).
Weitere chemische und physikalische Eigenschaften
Die folgenden Angaben sind keine Spezifikationselemente, welche nicht dauerhaft kontrolliert werden und dienen ausschließlich zu Informationszwecken.
| Parameter | Einheit | Typischer Wert |
|---|---|---|
| Kaliumhydroxid | % | ≤ 0,15 |
| Trocknungsverlust | % | ≤ 0,5 |
| Silizium | ppm | ≤ 20 |
| Blei | ppm | ≤ 1 |
| Arsen | ppm | ≤ 1 |
| Quecksilber | ppm | ≤ 1 |
| Löslichkeit in 100 g Wasser (20 °C) | g | ca. 110 |
| Schüttdichte (20 °C) | g/cm³ | 0,85 – 0,95 |
| Partikel > 14 mesh | % | ≤ 10 |
| Partikel < 140 mesh | % | ≤ 10 |
Lagerung und Handhabung
Kaliumcarbonat ist hygroskopisch und sollte in dicht verschlossenen Originalgebinden an einem trockenen, kühlen Ort gelagert werden. Kontakt mit Säuren ist aufgrund der exothermen Reaktion unter CO₂-Freisetzung zu vermeiden. Das Produkt ist gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 als reizend (H315, H319, H335) eingestuft; bei der Handhabung sind geeignete Schutzmaßnahmen zu beachten.
Häufig gestellte Fragen (Q&A)
Was ist der Unterschied zwischen Kaliumcarbonat E 501 (i) und Kaliumhydrogencarbonat E 501 (ii)?
Kaliumcarbonat (K₂CO₃, E 501 (i)) ist das neutrale Carbonat, Kaliumhydrogencarbonat (KHCO₃, E 501 (ii)) das Hydrogencarbonat. Kaliumcarbonat reagiert in Lösung stärker alkalisch und setzt pro Mol weniger CO₂ frei, während Kaliumhydrogencarbonat milder puffert und bereits bei moderater Erwärmung Kohlenstoffdioxid abspaltet.
Ist das Produkt für natriumreduzierte Lebensmittel geeignet?
Ja. Mit einem Natriumcarbonatgehalt von maximal 0,6 % eignet sich diese Qualität als natriumarme Alternative zu Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat in Rezepturen, bei denen der Natriumgehalt reduziert werden soll.
Wie ist Kaliumcarbonat zu lagern?
Aufgrund seiner Hygroskopizität sollte das Granulat trocken, kühl und in dicht verschlossenen Gebinden gelagert werden. Angebrochene Gebinde sind zeitnah zu verbrauchen oder luftdicht zu verschließen, um Verklumpung und Gewichtszunahme durch Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden.
Welche Reinheitsanforderungen erfüllt das Produkt?
Das Produkt entspricht den Monographien der Ph. Eur., des FCC und der USP sowie der Reinheitsspezifikation für E 501 (i) gemäß VO (EU) Nr. 231/2012. Chargenbezogene Analysenzertifikate (CoA) sind auf Anfrage erhältlich.
Wie hoch ist die Löslichkeit in Wasser?
Bei 20 °C lösen sich ca. 110 g Kaliumcarbonat in 100 g Wasser. Die Auflösung verläuft exotherm; die resultierende Lösung reagiert stark alkalisch.
Welche Sicherheitshinweise sind zu beachten?
Kaliumcarbonat ist gemäß CLP-Verordnung als reizend für Haut, Augen und Atemwege eingestuft (H315, H319, H335). Beim Umgang sind Schutzhandschuhe, Schutzbrille und bei Staubentwicklung ein geeigneter Atemschutz zu verwenden. Weitere Informationen enthält das Sicherheitsdatenblatt.
| Signalwort | Achtung |
|---|---|
| Gefahrenpiktogramm | GHS07 (Ausrufezeichen)![]() |
| Gefahrenklassen | Hautreizung, Kategorie 2; Augenreizung, Kategorie 2; Spezifische Zielorgan-Toxizität bei einmaliger Exposition (Reizung der Atemwege), Kategorie 3 |
Gefahrenhinweise (H-Sätze)
- H315: Verursacht Hautreizungen.
- H319: Verursacht schwere Augenreizung.
- H335: Kann die Atemwege reizen.
Sicherheitshinweise (P-Sätze)
- P261: Einatmen von Staub vermeiden.
- P264: Nach Gebrauch Haut gründlich waschen.
- P271: Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.
- P280: Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
- P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.
- P304+P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
- P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
- P312: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
- P332+P313: Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
- P337+P313: Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
- P362+P364: Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
- P403+P233: Behälter dicht verschlossen an einem gut belüfteten Ort aufbewahren.
- P405: Unter Verschluss aufbewahren.
- P501: Inhalt/Behälter gemäß den örtlichen/regionalen/nationalen/internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen.
| CAS-Nr.: | 584-08-7 |
|---|---|
| Chlorid + Sulfat: | max. 30 ppm |
| Eisen (Fe): | max. 2 ppm |
| Kaliumhydroxid: | max. 0,15 % |
| Natriumcarbonat: | max. 0,6 % |
| Produktart: | Chemikalie |
| Produktcharakter: | grobes Pulver |
| Reinheit: | min. 99,5 % |
| Schwermetallgehalt: | max. 1 ppm (als Pb) |
| Stoffgruppe: | Carbonate |
| Weitere Namen: | Kaliumcarbonat Kaliumkarbonat Pottasche (Potasche) Kohlensaures Kalium Dikaliumcarbonat Kalium-Carbonat Weinsteinsalz (Sal tartari) Alkali vegetabile Kali carbonicum |
| Werkstoff: | Kaliumcarbonat |
| zur GPSR-Informationspflicht: | Hersteller + Verantwortliche Person: Werth-Metall, Ringstr. 41b, 99428 Grammetal, info@werth-metall.de |
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